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Nin – Mit Schlamm zur Gesundheit

2 August 2010 No Comment

Die Stadt Nin nahe Zadar wird bald, neben ihren zahlreichen kultur-geschichtlichen Sehenswürdigkeiten, ihren Gästen auch die Möglichkeit des Gesundheitstourismus anbieten können. In der Nähe der Stadt liegt nämlich die Lagune von Nin, die größte Fundstätte von Heilschlamm in Europa, Grundlage für das 60 Millionen Euro teure Projekt – Der Schlamm von Nin -.

Das Projekt sieht Angebote im touristischen, Freizeit- und Kurbereich vor, unter anderen den Bau eines Vier-Sterne Hotels, einer Apartment-Siedlung, von sportlichen und Freizeitplätzen mit Golfplatz, Wellness-Center, Heilbad und Kongresszentrum. Es ist auch ein spezielles Kontroll- und Schutzsystem vorgesehen während des Baus, da allein in der ersten Phase rund 300 Tausend Kubikmeter Sand für den kaskadenartigen Bau entfernt werden müssen.

Der Heilschlamm von Nin wird schon seit den römischen Zeiten in der Heilung von verschiedenen Rheuma-Erkrankungen, Erkrankungen der Haut und der Wirbelsäule benutzt. Unter der Experten-Aufsicht der Ärzte des Krankenhauses von Zadar nutzen schon seit einigen Jahren zahlreiche Patienten aus ganz Kroatien diese Therapie in der Lagune von Nin, über 15 Tausend in den letzten zehn Jahren. Mit der Verwirklichung des genannten Projekts werden auch die Gäste aus dem Ausland die Heilwirkung des Schlamms von Nin nutzen können.
Vierzehn Kilometer von Zadar entfernt hat sich Nin auf einer kleinen Insel oder Sandbank entwickelt, rund 500 Meter lang und an höchster Stelle vier Meter über dem Meeresspiegel. Die vorteilhafte Lage und das fruchtbare Umland haben es ermöglicht, dass die Stadt schon in der entfernten Vergangenheit zum urbanen, kulturellen und politischen Zentrum wurde.

Die Siedlung auf dem heutigen Inselchen entwickelte sich am Anfang der Eisenzeit, also vor rund drei Tausend Jahren. Sie wurde von dem Stamm der Liburner gegründet. Die frühere Siedlung, die aus der frühen Eisenzeit stammt, lag außerhalb der kleinen Insel, dank der gefundenen Ausgrabungen kann sie auf rund fünf Tausend Jahren vor Christus datiert werden.

Der Name Nin stammt vom liburnischen (und später römischen) Namen Aenona, der auch viel älter sein könnte, da diese Siedlung zum ersten Mal von den griechischen Schriftstellern im 4. Jahrhundert vor Christus erwähnt wird.

Nin ist gleichzeitig die älteste kroatische königliche Stadt und Wiege der kroatischen Kultur. Die ausgezeichnet aufbewahrten Kulturdenkmäler, vor allem die bekannten altkroatischen Kirchen aus dem 9. und dem12. Jahrhundert, sind in Kroatien und im Mittelmeer einzigartig. Jeder Besucher wird bei der Ankunft in Nin auch eins der Symbole der Stadt erkennen: die bekannte kleine Kirche des Hl. Nikolaus aus dem 12. Jahrhundert.

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